Bei einem Fluss, der quer durch Europa verläuft, ist es nicht verwunderlich, dass in der rasanten Geschichte unseres Kontinents die vielen, hier ansässigen oder vorbeiziehenden, Kulturen unverkennbare Spuren am Ufer der Donau hinterlassen haben.

Doch das Erbe Europas um die Donau besteht nicht bloß aus römischen Überbleibseln, Burgruinen und vergrabenen Hausgötzen. Die kulturelle Entwicklung ist keine Entwicklung per se, da Kultur und Kunst nicht im Sinne der modernen Wissenschaft eine aufwärtsstrebende Kurve bilden. Die Kunstwerke und Kulturstätten der Europäer von heute und gestern bestehen nebeneinander weiter, mal als archaische Museumsexponate, mal als noch-lebendige, noch-belebende Inspirationen, zukunftsorientierte Querdenkerei oder intellektueller Schwulst, je nach Auge des Betrachetrs und dem auserwählten Objekt der Betrachtung.

Rühmt sich Europa mit seinem schweren kulturellen Erbe, so kommt die schöne, blaue Donau auch nicht drum herum, ihren Anteil am Ganzen zu beanspruchen.

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