| 2003 - "Mythen, Märchen und Menschen" |
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Page 2 of 11 Als Istros hat die Donau einen festen Platz in den griechischen Heldenepen. Der große unbekannte Strom, der in fernen Nebelreichen entsprang, entlockte der Phantasie der Mythenerzähler immer neue Fabeln. Für die moderne Geographie wurde es zu einem beliebten Puzzlespiel, die realen Hintergründe dieser Geschichten zu erforschen. So flüchtet sich in der Argonautensage Jason, nachdem er den kaukasischen Kolchern das Goldene Vlies entführt hat, mit seinen Gefährten vom Schwarzen Meer in die Dschungel des Donaudeltas. Bei Appolonios von Rhodos (295-215 v.Chr.), dem Verfasser der "Argonautika", liest sich das so:
"Denn vom Istros umgrenzt ist ein Eiland, Peuke genannt,
Mit drei Enden; die Breite gekehrt zum Ufer des Meeres, Aber die schmälere Spitze dem Strom zu, doppeltgespalten Strömt die Mündung von da: Narex heißt die eine - Aber der andere Arm ist entfernter, man nennt ihn Kalon..."
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