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2003 - "Mythen, Märchen und Menschen"
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Der Codex wurde 1755 auf Schloss Hohenems in Vorarlberg entdeckt, 1815 in Wien von Joseph Freiherr von Lassberg erworben. Aus seinem Nachlass gelangte die Handschrift 1853 in die Donaueschinger Bibliothek 1999 warfen die Fürstenbergs ihre Bücherschätze auf den Antiquariatsmarkt. Das Land Baden-Württemberg verhinderte einen Verkauf ins Ausland, konnte einen Großteil der Bestände erwerben, und 2001 auch die sündteure Hohenems-Laßbergsche Handschrift. Sie befindet sich nun in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe.

Der unbekannte Dichter schildert in einer geschickten Mischung von Legenden, Sagen, mythischen Deutungen, historischem Bericht und realistischer geographischer Beschreibung die Abenteuer der Burgunderhelden und Krimhilds Exil bei Hunnenkönig Etzel nach der Ermordung Siegfrieds, ihres Gemahls. Die Witwe wird Etzels Frau, lädt ihre Brüder Gunther und Giselher samt Siegfrieds Mörder, den grimmigen Hagen von Tronje und deren burgundisches Gefolge auf die Etzelburg ein, um dort in einer hunnischen Blutorgie ihre Rachegelüste zu befriedigen. Die geschichtliche Parallele dazu ist der Tod König Gunthers um 436/436 im Kampf gegen ein gerade in römischen Diensten stehendes Hunnenheer. Zur Donausaga wird das Nibelungenleid vor allem durch seine lebendigen Reisebeschreibungen.

"Ze Misenburg der richen - da schifften sie sich an,
daz wazzer wart verdecket - von ros und ouch von man."



 
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