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2002 - "Die Donau und Europa" |
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An einem dÜsteren Wintertag, elf Jahre später, am 15.November 1630 endete donauabwärts in Regensburg die Lebensbahn eines der wichtigsten Astronomen der Geschichte, Johannes Keplers. Er stand damals im Dienste Wallensteins, hatte aber die mÜhsame Reise nach Regensburg auf sich genommen, um bei Kaiser Ferdinand II. eine Gehaltsschuld von 12000 Gulden einzutreiben: " Während der jÜngsten Tagung des Reichstages kam Kepler hier auf einer Schindermähre an, die er danach fÜr zwei Gulden verkaufte. Er war gerade drei Tage hier, als ihn das Fieber anfiel," heisst es in einem zeitgenössischen Bericht. "Das Fieber stieg bald sehr an, so dass er bewusstlos wurde. Solange die Krankheit währte, sprach er nicht wie einer, der seiner selbst mächtig ist. Als er im Todeskampf lag und den Geist aufgab, sprach ihm in männlicher Weise, wie es sich gehört, ein Diener Gottes zu..." Sein Geld hat er nicht mehr bekommen. DafÜr wurde er in Regensburg begraben und auf den Grabstein setzte man den von ihm selbst verfassten Grabspruch: Einst maß ich den Himmel, nun mess' ich die Tiefen der Erde, vom Himmel ward mir der Geist, im Dunkel ruht nun der Leib. Das Grab wurde bei der Belagerung der Stadt durch die Schweden zerstört. Nur in dem Sterbehaus an der Donau, nahe der Steinernen BrÜcke, geht noch Keplers Geist um. Da können wir in einem liebevoll gestaltetes Museum Werk und Wandel des Gelehrten verfolgen, sein bewegtes Dasein zwischen Glanz und Elend, Ruhm und Verfolgung .
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