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2002 - "Die Donau und Europa" |
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Da sollte man auch den Ahnherren aller Donauspezialisten und -gelehrten erwähnen den aus Bologna stammenden Grafen Luigi Fernando Marsigli ( 1658 - 1730). Als Begleiter des venezianischen Botschafters hatte er bereits Konstantinopel kennen gelernt, später, in habsburgischern Diensten, war er neun Monate lang in tÜrkischer Gefangenschaft, dann erwarb er sich große Verdienste, als er 1686 bei der Eroberung Ofens (Budas) durch die Kaiserlichen in den darauf folgenden Zerstörungsorgien die noch erhaltenen Handschriften der Bibliothek des Renaissance-Herrschers Matthias Corvinus fÜr die Nachwelt rettete. In den Jahren, da die TÜrken systematisch zurÜck gedrängt wurden, begleitete Marsigli die Truppen die Donau entlang, und nahm gierig alles auf, was sich Über den Strom entdecken und erfahren ließ. Zu jener Zeit hat wohl keiner mehr Über die Donau vor und hinter dem Eisernen Tor gewusst als dieser italienische Conte. So wurde er zum Ahnherren aller Donauspezialisten und sein sechsbändiges aufwendig illustriertes und mit Karten versehenes Werk "Danubius Pannonico-Mysicus..." diente lange Jahre als verlässliche Grundlage fÜr jegliche weitere wissenschaftliche Beschäftigung mit der Donau.
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