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2002 - "Die Donau und Europa"
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Nicht immer diktiert die Donau jedoch den Lebenslauf. In dem Städtchen, in dem der kleine Ulrich Megerle zur Schule ging, war der Philosoph Martin Heidegger daheim, in Meßkirch nahe der jungen Donau, 20 Kilometer von dem idyllischen FlÜsschen entfernt, donauabwärts, etwa nach Wien, hat es ihn allerdings nie getrieben. Er lehrte in Marburg an der Lahn, in Freiburg im Breisgau, und verbrachte seine letzten Jahre in seinem Heimatort am Rande des Schwarzwaldes. Ähnlich ist es mit Albert Einstein. Die Donaustadt Ulm rÜhmt sich dieses großen Sohnes. Der Nobelpreisträger und Schöpfer der Relativitätstheorie hat hier wohl 1879 das Licht der Welt erblickt, ein Jahr später Übersiedelte seine Familie nach MÜnchen, und fortan lagen Einsteins Lebenswelten fern der Donau.

Dass unzählige Grosse aller Sparten die Jahrhunderte hindurch in Wien GlÜck, Aufstieg und Erfolg suchten, hat in den wenigsten Fällen unmittelbar die Donau zum Anlass. Es war vor allem die politischen und wirtschaftliche Stellung der Kaiserstadt, die eine so magnetische Anziehungskraft auf Talente aus dem ganzen Heiligen Römischen Reich und eben aus dem gesamten Donauraum ausÜbte. Aber ohne die Donau wäre Wien nie geworden, was es war und ist. Und viele der Ankömmlinge aus dem Norden oder aus dem SÜdosten sahen den Stefansturm zum erstenmal von einem Donauschiff aus. Denn das war bis zur Erfindung der Eisenbahn neben der Kutsche das gängigste Verkehrsmittel.



 
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