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2001 - "Brücken, Wege und Stege"
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Obwohl es die Kettenbrücke ausgehalten hat, war sie ständig in Gefahr. Zuerst hatten sie die Ungarn sprengen wollen. Davon vermochte sie Adam Clark mit all seiner Überredungskunst abzuhalten. Als sich dann das Kriegsglück wendete, und die Honvedtruppen die Kaiserlichen angriffen, ließen die Österreicher Minenkammern anbringen. Der Befehl zur Sprengung war bereits erteilt. Doch Österreichs Oberbefehlshaber Generalmajor Hentzi traf eine tödliche Kugel, und die Besatzung der Budaer Burg kapitulierte. Während die Ungarn schon ihren Sieg feierten, krachte es plötzlich auf der Brücke. Ein österreichischer Oberst hatte ein Pulverfass gezündet, und war damit selber in die Luft geflogen. Die Bücke blieb glücklicherweise heil - bis zur nächsten Belagerung des Burgberges durch die Sowjets 1945. Ungarische Soldaten weigerten sich, die Sprengladungen an den Budapester Brücken zu zünden. Mit dem Argument, die Eisdecke auf dem Strom sei ohnehin so fest, dass sie Panzer tragen könnte. Da traten deutsche Pioniere in Aktion. Am 18.Jänner barst die Kettenbrücke gleichzeitig mit der benachbarten Elisabeth-Bücke. Nur die beiden Türme standen, die Löwen waren geköpft, die Stahlseile und Ketten hingen schlaff in den Strom. Den Hintergrund bildete die Feuerlandschaft der Burg.

"Das traurigste Bild waren die Brücken" dichtete damals Gyula Illyes. "Mit gebrochenem Rückgrat/ zwischen den beiden Städten/ wie sie so dalagen, hintereinander,/ wie die geschlachteten Tiere/ in Schuld und Schmutz/ sie, die Unschuldigen." Insgesamt waren es ihrer acht, die deren Ruinen und Trümmer den Strom verlegten. Ein Teilstück der Margareten-Brücke hatte es bereits am 4.November 1944 erwischt- beim Verminen durch deutsche Pioniere ist es zu einer Explosion gekommen, um 14.20 Uhr, mitten im größten Verkehr. Straßenbahnen und Autos rutschten ins Wasser, zahlreiche Menschen konnten sich schwimmend ans Ufer retten oder wurden von einem nahen Dampfschiff aufgefischt. Mindestens fünfzig sollen ums Leben gekommen sein.



 
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