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2001 - "Brücken, Wege und Stege" |
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Was die hohe Politik und die Strategie der Militärs über Jahrhunderte hinweg den Brücken antaten, verrät auch die Chronik der Stein-Mauterner-Brücke bei Krems. Bereits 1575, als wieder einmal eine Türkeninvasion drohte, wurde sie abgetragen, und aus gleichem Anlass 1683. 1805 steckte sie der russische General Kutusow in Brand, um Napoleons Armee aufzuhalten. Und am 15. Juli 1866, weil nach der Niederlage von Königgrätz ein Einmarsch der Preußen drohte, wurde sie vom österreichischen Militär niedergebrannt. Der Krieg war eigentlich schon zu Ende, als noch am 8.Mai 1945 der eiserne Nachfolgebau von den Deutschen gesprengt wurde.
Es ist ein ständiges Wechselspiel von Brückenbauen und Brückensprengen. Einer der Gründe für die Niederlage Napoleons 1809 bei Aspern war, dass er seine Armee lediglich über eine improvisierte Schiffsbrücke von Wien über die Donau gegen die Österreicher unter Erzherzog Karl führen wollte. Weil die Verankerungen der Pontons mangelhaft war , kam es immer wieder zu Pannen und Staus. Und schließlich wurde die Brücke durch donauabwärts schwimmende Steinschiffe und brennende Plätten schwer beschädigt. Die Franzosen mussten ihren Übergang vorzeitig abbrechen. Nach blutigen Kämpfen ließ sich Napoleon in der für ihn völlig ungewohnten Rolle des geschlagenen Mannes am Abend des 22.Mai in einem Kahn über die Donau rudern. Sechs Wochen nahm er sich Zeit, um die Revanche gründlich vorzubereiten. Und dazu gehörten zwei je einen Kilometer lange Brücken vom Wiener Ufer zur Lobau.
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