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2001 - "Brücken, Wege und Stege"
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Mannigfache kriegerische Reminiszenzen sind also mit der Donau und ihren Brücken verknüpft. Aber das schien alles nur noch Stoff für die Historiker zu sein. Niemand hätte sich träumen lassen, dass fast fünfzig Jahre nach dem zweiten Weltkrieg neuerlich Donaubrücken zerbombt würden - am 1., 4. und 26. April 1999, als die NATO-Kampfflugzeuge während des Kosovo-Krieges in Novi Sad systematisch drei Brücken zerstörten. Die 1312 Meter lange, sechsspurige Sloboda-Brücke war erst 1981 dem Verkehr übergeben worden. Die alte Varadin-Bücke zwischen Novi Sad und der Festung Peterwardein hatte es als erste getroffen. Und alle, die mit der Schiffahrt zu tun haben, hoffen, dass sie beim Wiederaufbau um einiges höher über den Strom gelegt wird. Denn bei Hochwasser blockierte sie vor allem die Durchfahrt der Passagierschiffe.

Um so breiter die Donau weiter unten wird, umso rarer sind die Brücken. Wie bei vielen Kraftwerken kann auch der Damm im Eisernen Tor als Übergang benützt werden. Die Brücke zwischen Giurgu sollte in der kommunistischen Ära Bukarest und Sofia näher zueinander bringen. Zwischen Giurgiu und Ruse überspannt seit 1954 die zwei Kilometer lange und zweistöckige Bulgarisch-Rumänische "Freundschaftsbrücke" den nun so gewaltigen Strom, 2200 Meter lang, im ersten Stock für die Autos, darunter für die Eisenbahn, und das Mittelstück lässt sich heben, damit sie auch Seeschiffe passieren können. Dass nun in absehbarer Zeit donauaufwärts, zwischen dem bulgarischen Vidin und dem rumänischen Calafat eine weitere Brücke den Verkehr erleichtern soll, ist hauptsächlich dem massiven finanziellen Einsatz der EU zu verdanken. Die Rumänen waren ursprünglich desinteressiert, weil sie fürchten, dass Bukarest durch diese neue Verbindung etwas ins Abseits geraten könnte. Sie haben ja bereits vor Jahren statt der ehrwürdigen Autofähre bei Hirsova mit einer Straßenbrücke den Weg von Bukarest zum Schwarzmeer-Hafen Konstanza beschleunigt. Sie ist die letzte Brücke vor der Mündung. Vorher war es die Eisenbahnbrücke von Cernavoda - ein stählernes Wahrzeichen des Industriezeitalters, 40 Meter über dem Wasserspiegel, bereits 1895 mit französischem Geld erbaut, und damals König Carol gewidmet.



 
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