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2001 - "Brücken, Wege und Stege"
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Vier Jahre lang musste man sich mit einer Notbrücke behelfen, die neue Reichsbrücke konnte erst am 11.November 1980 von Bundespräsident Kirchschläger dem Verkehr übergeben werden. Sie ist heute eine von fünf Straßenbrücken, davon zählt die Nordbrücke (1964) mit einer Verkehrsfrequenz von etwa 100.000 Fahrzeugen pro Tag zu den am meisten belasteten Brücken Mitteleuropas; außerdem führen noch ein moderner Fußgänger- und Radfahrer-Steg über den Hauptstrom, und zwei Eisenbahnbrücken. Vor der Donauregulierung waren nur die stadtnahen Arme im Bereich des heutigen Donaukanals überbrückt. Die erste feste Wiener Holzbrücke geht auf Albrecht II. 1439 zurück, dort, wo jetzt die Brigittabrücke den Kanal überquert.

Brückengeschichten, Brücken, die Geschichte machten oder Objekt der Geschichte wurden. Der Strom verbindet, trägt Menschen und Frachten, gleichzeitig ist er auch Hindernis oder Grenze, trennt Ufer, Landschaften und manchmal Länder und Völker. Und seit jeher gehört es zu einem der Ur-Bedürfnisse der Menschheit, solche natürliche Barrieren zu überwinden, auf die andere Seite zu gelangen, durch Furten, mit Hilfe von Fähren, über Stege und Brücken. Manchmal waren es nur Schiffsbrücken, die jederzeit geöffnet oder beseitigt werden konnten, lange Reihen von Pontons, doch bald wurden feste Bauwerke geschaffen, die für alle Zeiten halten sollten. Oft spielten dabei auch militärische Überlegungen eine Rolle, um ganze Armeen über den Strom zu transportieren. Und in all den Kriegen wurden unzählige Brücken immer wieder ruiniert - in Flammen gesteckt, bombardiert, in die Luft gejagt. An ein solch perverses Vernichtungswerk wurde meist schon beim Bau gedacht, durch Sprengkammern in den Pfeilern.



 
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