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2001 - "Brücken, Wege und Stege" |
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Nicht einmal vor der ältesten und ehrwürdigsten Donaubrücke zwischen Schwarzwald und Schwarzem Meer hatten die vom Endsieg phantasierenden fanatischen Nazis in der Götterdämmerungsstimmung 1945 Achtung. Auch für die 850jährige Steinerne Brücke in Regensburg kam der Befehl zur Sprengung. Die Trümmer zweier Bogen und eines Pfeilers blockierten den Strom, als die Amerikaner einrückten. US-Pioniere errichteten einen Behelfssteg, und bald leistete die historische Brücke wieder ihre guten Dienste, wie seit 1146, als die Bürger der reichen Handelsstadt die Donau zum erstenmal trockenen Fußes überqueren konnten. 1135 hatte der 27jährige Welfenherzog Heinrich der Stolze, der Vater Heinrich des Löwen, den Befehl zum Bau des kühnen Werkes gegeben. Dessen Vollendung hat er nicht mehr erlebt. Doch 1147 versammelte hier der Staufer Konrad III., der Onkel Friedrich Barbarossas, das deutsche Kreuzfahrerheer, zu einem eher unglücklichen Zug ins Heilige Land.
Bis 1935, bis zur Eröffnung der Nibelungenbrücke, blieb die Steinerne Brücke in Regensburg die einzige Verbindung zwischen den beiden Donauufern. Für die Regensburger war sie so wichtig, dass viele Urkunden vom Tag der Brückenweihe datiert wurden. Dazu bewahren die Archive auch ein Brückensiegel. Und im Mittelalter garantierte ihr ein eigener Brückenfrieden eine besondere Rechtsstellung. Jeder Zweikampf auf der Brücke ist verboten, und wer dort mit offenem Schwert angetroffen wird, dem kann die Hand abgehauen werden.
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