Menu Content/Inhalt
 
Start arrow Tourist Commission arrow Themes of the Year arrow 2001 - "Brücken, Wege und Stege"

Press Service

Nov.08
Downloads
File11/2008 en
Nov.08
Downloads
File11/2008 de
Oct.08
Downloads
File10/2008 en
donauwelle.jpg
2001 - "Brücken, Wege und Stege" Print
Article Index
2001 - "Brücken, Wege und Stege"
Page 2
Page 3
Page 4
Page 5
Page 6
Page 7
Page 8
Page 9
Page 10
Page 11
Page 12
Page 13
Page 14
Page 15
Page 16
Page 17
Page 18
Page 19


Einen anderen, weniger beständigen römischen Brückenbau über die Donau halten Bilderbänder der Mark-Aurel-Säule auf der Piazza Colonna fest: da begutachtet Flussgott Danubius höchst persönlich den Stromübergang des Kaisers beim Kriegszug gegen die Markomannen und Quaden. Wir sehen den Hafen von Carnuntum, zwischen Wien und Hainburg, und die im Jahr 172 errichtete Pontonbrücke, über die die Legionen Mark Aurels gegen die Barbaren ziehen, ins heutige Böhmen, Mähren und in die Slowakei. Diese wilden Länder zu unterwerfen gelang ihm jedoch nicht. Er konnte nur den Donaulimes durch einen Sicherheitskordon am anderen Ufer verstärken. Der Philosophenkaiser begriff rasch, dass auch diese Erweiterung des Reiches nicht von langer Dauer sein konnte. Im Lager von Carnuntum sinnierte er angesichts der Donau in seinen "Selbstbetrachtungen": Die Zeit ist ein Fluss aus allem, was geschieht, ja ein wilder Strom.. Denn die Dinge sind wie ein Strom dauernd in Fluss, ihre Auswirkungen in ständiger Wandlung in tausendfachem Wechsel begriffen, und so gut wie nichts ist dauernd."

Um diesen wilden Strom, "der alles mit sich reißt", zu überwinden, hatten die Uferbewohner seit jeher auf Schiffsbrücken vertraut. Und zwischen dem römischen Modell und den Pontonbrücken, wie sie viele Jahrhunderte hindurch den Verkehr über das Wasser ermöglichten, besteht kein allzu großer Unterschied. Gleich nach dem Zusammenfluss von Briegach und Breg in Donaueschingen ist die Donau noch so schmal, dass zuerst Stege und einfache Holzbrücken genügen. Einige sind noch überdacht. Und im romantischen Donaudurchbruch bei Beuron betreiben Wirtsleute sogar eine Privatbrücke, seit 1929, als sie die abgelegene Neumühle in eine Gaststätte verwandelten und mit Hilfe der Pioniere von der Reichswehr eine Brückenverbindung über die Donau zur Straße herstellen konnten.



 
< Prev   Next >