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2001 - Brücken, Wege und Stege
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Ein schöner Sommersonntagmorgen, aber doch noch etwas zur früh zum Aufstehen. Da mischt sich in den Gesang der Vögel das schrille Läuten des Telefons. Ungewöhnlich um diese Stunde, die Uhr zeigt ja noch nicht einmal sechs.. Ein Fotoreporter ist am Apparat: "Weißt Du schon, die Reichsbrücke ist eingestürzt." Ein schlechter Scherz, ein Traum, eine Horrorphantasie? So plötzlich aus dem Schlaf gerissen, muss man diese Unglücksbotschaft erst verarbeiten. "Das kann doch nicht wahr sein, das ist ja verrückt." ...
Die Donau - Brücken, Wege und Stege
Frühjahr 2001

Vor Bahn und Auto war die Donau der wichtigste Verkehrs- und Handelsweg im mittel/östlichen Europa zwischen West und Ost – diese wichtige Brückenfunktion hat sie bis heute nicht verloren. Und schon immer waren die Brücken über die Donau von großer Bedeutung.

In der Geschichte der Brücken und des Stromes spiegelt sich auch die Faszination des Flusses wieder. Ernst Trost, der wohl profilierteste Kenner der Donau, beschreibt in seinem Essay ”Die Donau – Brücken, Wege und Stege” die Geschichte dieser Brücken, beleuchtet die Hintergründe von Bau und auch Zerstörung und schreibt damit ein Zeitdokument – von der ”Steinernen Brücke” in Passau bis zu den zerbombten Brücken in Novi Sad. Oder wußten Sie, daß die Kettenbrücke in Budapest nicht zuletzt wegen einer Liebelei des Grafen Széchenyi gebaut wurde ....

”Brückengeschichten, Brücken, die Geschichte machten oder Objekt der Geschichte wurden. Der Strom verbindet, trägt Menschen und Frachten, gleichzeitig ist er auch Hindernis oder Grenze, trennt Ufer, Landschaften und manchmal Länder und Völker. Und seit jeher gehört es zu einem der Ur-Bedürfnisse der Menscheit, solche natürlichen Barrieren zu überwinden, auf die andere Seite zu gelangen, durch Furten, mit Hilfe von Fähren, über Stege und Brücken. Manchmal waren es nur Schiffsbrücken, die jederzeit geöffnet oder beseitigt werden konnten, lange Reihen von Pontons, doch bald wurden feste Bauwerke geschaffen, die für alle Zeiten halten sollten. Oft spielten dabei auch militärische Überlegungen eine Rolle, um ganze Armeen über den Strom zu transportieren. Und in all den Kriegen wurden unzählige Brücken immer wieder ruiniert – in Flammen gesteckt, bombardiert, in die Luft gejagt. An ein solch perverses Vernichtungswerk wurde meist schon beim Bau gedacht, durch Sprengkammern in den Pfeilern”.



 
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